AKTUELLES > 26.09.2010

Reicher Zehnt

Als hätte der Wettergott persönlich seine schützende Hand über Lichtenberg gehalten - so ungewöhnlich mild und sonnig für die Jahreszeit war das Wochenende, an dem Lichtenberg sein zehntes Burgfest feierte.
Bis in die frühen Morgenstunden hinein wurde getanzt und gezecht, ganz auf mittelalterliche Art.
"Dieses Burgfest hat wirklich alle Rekorde gebrochen", so Stefan Eckardt, seines Zeichens zweiter Vorsitzender der Lichtenberger Burgfreunde, die das Fest ausrichteten.
"Es sollte ja ein besonders großes Fest werden, schließlich gibt es uns ja jetzt seit zehn Jahren, aber wir waren trotzdem von dem Zustrom und der Bombenstimmung überrascht."
Zugleich mit dem zehnjährigen Jubiläum wurde auch der Abschluss der Burgsanierung gefeiert, die mehrere Jahre in Anspruch genommen hatte. Zum ersten Mal konnten die Burgfreunde das ganze Areal der alten Burg „bespielen“. Zwischen den Mauern und Wehrgängen hatten sich viele Ständler niedergelassen, die von der nunmehr besonders authentischen Athmosphäre besonders angetan waren. 

Höhepunkt des diesjährigen Burgfestes war zweifellos das klamaukhafte Theaterstück, dass der Laienregisseur Günther Scholz mit viel Schwung und Witz inszeniert hatte. Zum lauten Lachen des Publikums wurden Bratwürste in den spätsommerlichen Himmel geschossen.
Die "feindlichen" Nürnberger, Windsheimer und Rothenburger Belagerer rannten vor lauter Gier hintendrein, stürzten die Burgmauer hinab und verloren so den Krieg gegen die dreisten Lichtenberger. Die anwesenden Honoratioren der betroffenen Städte nahmen es nicht übel, sondern ließen es sich in einem der Burgkeller auf Einladung der Lichtenberger gut schmecken. Oberfränkisches Bier versöhnt eben auch die ärgsten Widersacher miteinander!
Das diesjährige Burgfest mit seinen zahlreichen Attraktionen wird nur schwer zu toppen sein. Man darf also gespannt sein, was die Burgfreunde sich für nächstes Jahr einfallen lassen!
Bisher ist es ihnen immer gelungen, die Erwartungen zu übertreffen...